Zehn Versammlungen, 160km mit dem Kleinbus, acht Ortschaften, 15 Familienpizzas, 49 Liter Softdrinks, 420 Klebepunkte und viele neue Ideen, was Jugendliche in der Gemeinde Bergkirchen brauchen. Die beiden Jugendpfleger Johannes Bockermann und Steffi Bernhard reisten in vier Tagen durch die Ortschaften der Gemeinde Bergkirchen, um mit den Jugendlichen vor Ort über ihre Themen und Anliegen zu sprechen. Sie hatten Softdrinks, Pizza, Musik und gute Laune im Gepäck. Über 60 Jugendliche haben 16 Projektideen erarbeitet und sich in die Projektlisten eingetragen. Vom selbstorganisierten Eiswagen, der die Dörfer anfahren soll, über 40er Zonen in Wohngegenden, bessere Busanbindungen, einer Mountainbikestrecke, von einem Sprungbrett am Bergkirchner See bis hin zu einer Mädchengruppe und einem Jugendrat reichten die Wünsche der Jugendlichen. Alles in allem sehr greifbare und nachvollziehbare Ideen, die in den nächsten Wochen angepackt werden sollen.

Die einzelnen Versammlungen starteten mit der Abfrage, was die jungen Leute in ihren einzelnen Ortsteilen gut und was sie verbesserungswürdig finden. Nachdem die Blätter mit Lob für einzelne Vereine und Radwege gefüllt wurden, konnten auch Wünsche, wie der nach einem gut ausgestatteten Jugendzentrum, geäußert werden. Die Projektideen wurden von den Anwesenden per Klebepunkte gewichtet. Die wichtigsten Themen sind dann zu Projektgruppen gebündelt worden. Nun wollen es die Jugendlichen selbst in die Hand nehmen, ihre Ideen auch umzusetzen. Über solche Projektgruppen hinaus zeigten sich über 20 Jugendliche interessiert an einer Mitarbeit im Jugendrat, der begleitet von den Gemeindejugendpflegern für zwei Jahre in der Gemeinde alle Jugendlichen vertreten wird. Dazu werden die jungen Leute im Juni zu einem Klausurwochenende nach Benediktbeuren fahren, um dort ein Team zu werden und die Pläne für die nächste Zeit auszuarbeiten.

Eines hat sich jetzt schon gezeigt: Es macht Spaß sich selbst für seine Wünsche und Ideen einzusetzen, denn alle Beteiligten waren sehr zufrieden mit den Jugendversammlungen und der Arbeit ihrer Gemeindejugendpfleger.